Diabetesbehandlung

Bei der Behandlung eines Diabetes mellitus muss deutlich zwischen einem Typ 1 und einem Typ 2 Diabetes unterschieden werden. Zum lebensnotwendigen Insulin beim Diabetes Typ 1 gibt es in der Naturheilkunde keine Alternative.

Eine ganzheitliche Behandlung des Diabetes mellitus Typ 2 ist jedoch möglich und sinnvoll. Diese baut sich auf verschiedenen Säulen auf:

Ernährung, Pflanzentherapie, orthomolekulare Therapie, sowie die Aktivierung der Selbstheilungskräfte

Mit Hilfe eines ausführlichen Gesprächs erarbeite ich gemeinsam mit Ihnen ein individuell auf Sie und Ihre persönlichen Lebensumstände zugeschnittenes Konzept auf Grundlage der von Ihnen gewünschten Ansätze.

Hierbei geht es einerseits natürlich darum, eine gute Blutzuckereinstellung zu erreichen. Andererseits aber auch darum, Begleiterkrankungen wie z.B. Fettstoffwechselstörung (Hyperlipidämie), Erhöhung der Harnsäure (Hyperurikämie) oder einen erhöhten Blutdruck (arterielle Hypertonie) zu vermeiden bzw. zu behandeln. Das wichtigste ist, dass die gefürchteten diabetischen Folgeschäden möglichst verhindert werden bzw. nicht weiter fortschreiten. Hierzu zählen Schäden an Blutgefäßen (Mikro- bzw. Makroangiopathie), Herz (Myocardinfarkt), Augen (Retinopathie), Nieren (Nephropathie) und den peripheren Nerven (Polyneuropathie).

 

Ernährung

An Hand Ihres individuellen Alltags erhalten Sie Informationen zum Thema Essen und Trinken bei Diabetes. Unterstützt durch eigene Blutzuckermessungen werden Sie in die Lage versetzt, zu erkennen, welche Nahrungsmittel in welchen Mengen sinnvoll und empfehlenswert sind. Hierbei spielt natürlich die Aufnahme der Kohlenhydrate, aber auch die der Fette eine entscheidende Rolle. Bei insulinpflichtigen Patienten ist ein Gleichgewicht zwischen Ernährung, Bewegung und Insulin wichtig. Hierbei ist die BE-Berechnung ein notwendiger Bestandteil der Therapie. Bei Bedarf wird auch diese ausführlich besprochen und erklärt.

 

Pflanzentherapie (Phytotherapie)

Es werden pflanzliche Mittel eingesetzt mit positiver Wirkung auf den Blutzuckerstoffwechsel. Der große Vorteil besteht hierbei, dass ohne Risiko von unerwünschten Unterzuckerungen der Blutzucker gesenkt wird.

Auch bei Begleiterkrankungen wie Fettleber und Fettstoffwechselstörungen können pflanzliche Mittel eingesetzt werden.

 

Orthomolekulare Therapie (Mikronährstoffe)

Sie erhalten eine gezielte und individuelle Empfehlung für die Ergänzung von Vitaminen, Mineralstoffen und Fettsäuren. Ziel ist es, die Blutzuckereinstellung und evtl. bestehende Begleiterkrankungen wie z.B. Bluthochdruck und Fettstoffwechselstörungen zu verbessern und dadurch Folgeschäden des Diabetes z.B. an Augen, Nieren und Nerven vorzubeugen.

Notwendige Laboruntersuchungen zur Abklärung vom Vitamin- und Mineralstoffbedarf sowie des Blutzuckerstoffwechsels können direkt in der Praxis durchgeführt werden.

 

Aktivierung der Selbstheilungskräfte mit Klassischer Homöopathie

Bei der Klassischen Homöopathie werden sowohl die Symptome des Diabetes als auch Symptome von Begleiterkrankungen mit einbezogen. Für die Wahl des richtigen homöopathischen (Einzel-)Mittels ist dafür ein ausführliches Gespräch im Rahmen einer Erstanamnese notwendig. Ein spezielles homöopathisches Mittel für Diabetes gibt es nicht. Bei der Erstanamnese wird ein passendes homöopathisches Mittel für die individuelle Symptomatik des Patienten erarbeitet und verordnet. Durch die Einnahme des homöopathischen Mittels, meist in Form von Tropfen, werden die Selbstheilungskräfte angeregt.